Als ich vor einem Jahr mit dem Weihnachtskleid-Sew-Along so richtig in die Me-Made-Phase eintauchte, machte ich mir keine großen Gedanken, ob meine Me-Made-Pläne in irgendeinerweise kompatibel mit meinem Kleiderschrank sein könnten. Schließlich befand ich mich in der Experimentierphase und nähte einfach alles, was mir so über den Weg lief. Und wie viel und wie unstrukturiert das sein kann, weiß jeder, der sich schon mal auf anderen Blogs hat inspirieren lassen. Das beste Beispiel ist das Wickelshirt, dem ich beim Anblick von Ledias Version einfach nicht widerstehen konnte:
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| Ledias Version / meine Version |
So entstanden jede Menge verschiedenster Shirts, Röcke und ein paar Kleider. Alles Herzensprojekte, die ich mit Stolz trage, die mich aber langsam vor eine große Herausforderung stellen, da sie sich außerordentlich schlecht mit meiner anderen Kleidung kombinieren lässt. Natürlich passen die Shirts immer zu einer Jeans und eine Strickjacke finde ich meistens auch noch dazu, aber geradeeben reicht mir das nicht mehr.
Meine Garderobe selbst nähen zu können, hat mich meinen Kleiderschrank mit anderen Augen sehen lassen. Ich gehe nicht mehr wahllos einkaufen, sondern überlege genau, welcher Schnitt mir gefallen könnte und welchen Stoff ich dazu wähle. Schließlich ist es weitaus aufwändiger, die Kleidung selbst zu nähen und natürlich sehr viel enttäuschender, wenn dann das Endergebnis dann so gar nicht passen will. Es entsteht also allmählich eine gewisse Struktur, wohin ich mich mit meinem Kleiderschrank entwickeln will. Zeit, sich mit der Struktur ausführlicher auseinanderzusetzen.
Ganz oben auf der Liste steht die Frage, ob ich noch immer das Ziel verfolge, alle meine Sachen selbst zu nähen.
Trotz des ganzen Chaos' in letzter Zeit, ist dieser Gedanke noch immer sehr verlockend und lässt mich nicht so richtig los. Ich denke, auch wenn Zeit gerade Mangelware ist und meine Garderobe in Zukunft wohl dadurch etwas weniger üppig ausfallen wird, es lohnt sich für mich, diesen Gedanken weiterzuverfolgen. Es reizt mich zu sehr, bewusster mit dem Kleidungswahl umzugehen und selbst zu entscheiden, wie ein Shirt aussehen soll. Es passiert fast immer während des Nähens, dass mir noch zusätzliche Details einfallen, die ich dann in das Kleidungsstück mit einarbeite. Naja, obwohl, manchmal passiert das auch, wenn man die Nähanleitung erst am Ende so richtig versteht *lach*
Aber egal wie, wenn ich weiterhin so viel für mich nähen mag, dann sind die die Gedanken zu eine Basic-Ausstattung unumgänglich.
Was bedeutet für mich "Basic-Ausstattung"?
Eine Basic-Ausstattung ist für mich eine Auswahl von Ober- und Unterteilen, die sich untereinander kombinieren lassen. D.h. zu einem selbst genähten Kleidungsstück sollte es die ergänzenden Kleidungsstücke schon im Schrank geben oder mit in die Nähpläne aufgenommen werden. Ganz wichtig dabeit ist, dass man sich der Stilrichtung des Kleidungsstücks bewusst wird und man nicht vielleicht in eine Stilrichtung abdriftet, die es so im Schrank noch gar nicht gibt.
Ich fand z.B. den kleinen Abstecher in Richtung stark gemusterter Stoffe mit dem Ameland-Kleid gar nicht so verkehrt, weiß aber heute, dass das nicht mein Stil ist. Dementsprechend trostlos hängt es nun in meinem Schrank und wurde nur wenig getragen.
Besonders hilfreich fand ich dazu die Aktion von Immi und zwei Bloggerinnen, die das "Sewing with a plan" ins Leben riefen. Ich stolperte vor ein paar Wochen darüber und entwarf gleich eine Liste an Kleidungsstücken, die ich geplant und kombinierbar bis zum März 2013 nähen möchte:
Ein erster Anfang ist also getan..
Jetzt geht es an die Umsetzung!
Ein wichtiger Bestandteil wird für mich mein selbst konstruierter Shirt-Schnitt sein. Anhand dessen werde ich verschiedene Modelle ausprobieren und am Ende hoffentlich erfolgreich bei meinem derzeitigen Favoriten landen:
Vielleicht eine tolle Wohlfühl-Tunika, die es bald in verschiedenen Varianten in meinem Kleiderschrank geben wird.
Für die geplanten Röcke werde ich mich weiterhin an A-förmigen Schnitten mit breiten Bund (wie bei Amy) orientieren. Wenn ich ein paar schöne Basic-Modelle genäht habe, werde ich mich auch wieder an andere Schnitte wagen.
Die Hosenpläne werde ich wohl erst einmal verschieben .. Da muss ich mir leider eingestehen, dass die Zeit und wohl auch die Muse gerade nicht ausreicht.
Ich freue mich aber besonders auf die Fertigstellung meines Blazers, der sowohl sportlich als auch elegant getragen werden kann und hoffentlich ganz viele meine Me-Made-Outfits abrundet.
Und sonst? Tja, sonst gibt es keine Pläne. Außer, nicht mehr wahllos zu nähen, sondern immer mit vorherigem kritischen Blick in den Kleiderschrank. Qualität statt Quantität, wie so oft im Leben!
Liebe Tessa, hab vielen Dank für die Initialzündung und Dir, liebe Catrin, für all die Energie und die großartigen Ideen zur Umsetzung dieser Aktion. Und natürlich nochmals ein großes Dankeschön an all die Teilnehmerinnen, die sich so viel Mühe mit ihren Beiträgen gegeben haben. So inspirierend fand ich selten eine Aktion in der Bloggerwelt.
Klickt Euch doch mal rüber zu:











